florasdorf logo 159

 

Die Wohnhausanlage „Florasdorf am Hain“ entstand auf dem Gebiet des ehemaligen Bahnhofs Jedleseeund damit auf einam geschichtsträchtigen Gelände. Im Sommer 2018 wurden die Wohnungen an die zukünftigen Bewohner_innen übergeben. Die gemeinwesenorientierte Besiedelungsbegleitung möchte an die Geschichte des Ortes anknüpfen und die Identifikation und Verbundenheit der zukünftigen Bewohner_innen mit dem Ort stärken sowie das Miteinander der „neuen“ Generation mit der Generation der „Alteingesessenen“ fördern. Ziele sind u. a. die lokale Aktivierung der Florasdorfer_innen, die Belebung des Gemeinwesens, die Stärkung des Selbstorganisationspotenzials, ein entspanntes Mit- und Nebeneinander sowie die Kooperation mit lokalen Einrichtungen und Vereinen wie den Pfadfindern vor Ort, dem Bezirksmuseum Floridsdorf oder dem in der unmittelbaren Nachbar_innenschaft befindlichen ÖBB-Kleingartenverein.

Ein zentrales Element der Besiedelungsbegleitung ist der Aufbau eines Gemeinschaftsgartens, der im Frühjahr 2019 starten wird. Einige „Frühgärtner_innen“ haben bereits im Sommer 2018 erste Pflanzen gesetzt und Ernten eingeholt.

florasdorf anlage 159florasdorf anlage01 159florasdorf anlage02 159

Die feierliche Eröffnung der Gemeinschaftsräumlichkeiten fand am 19. 9. 2018 unter Anwesenheit und Mitwirkung des Architekts Otto Häuselmayer, der sich als sehr spannender Gesprächspartner – sozusagen als „Living Book“ – für Interessierte an der Geschichte des Ortes und seiner Architektur erwies, stattgefunden. Im Anschluss wurden die ersten Kürbisse aus dem Gemeinschaftsgarten gemeinsam zu einem leckeren Kürbis-Erdäpfel-Gulasch verkocht und verspeist. Die Tour durch den Freiraum der Wohnhausanlage zum Thema „Was wächst denn da? Essbares im Freiraum“ fand großen Anklang. Mittlerweise konnten die Gemeinschaftsräume mit großzügigen Spenden seitens einiger Bewohner_innen mit Geschirr und Besteck ausgestattet werden.

Rahmen: 2018 – 2021

Auftraggeber_in: Bauträger BWS

Aufgabenbereich: Besiedelungsbegleitung in Kooperation mit dem Büro Martina Jauschneg