Wien erfährt derzeit eine zunehmende „Verdichtung“ des urbanen Raumes – eine Entwicklung, die in Zusammenhang mit einer wachsenden Stadtbevölkerung steht, die auch für weitere Jahre prognostiziert wird. Diese Entwicklung schlägt sich u. a. in verstärkter Wohnbautätigkeit, in hohen Bebauungsdichten, steigenden Immobilienpreisen oder dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs nieder. Die Stadt wächst nach innen und an ihren Rändern. Ein zunehmender Druck auf Freiräume ist ebenso zu beobachten wie Tendenzen einer steigenden sozialen Segregation. Mit den „Verdichtungsgesprächen“ im Wiener Depot hatte der Verein Wirbel zum Ziel, in drei Diskussionsveranstaltungen eine kritische und meinungsbildende Diskussion mit Interessierten zu aktuellen Tendenzen in der Stadtentwicklung und zu Folgen der Verdichtung urbanen (Lebens-)Raums in Wien anzuregen.

  • Montag, 20. Oktober 2014, 19:00 Uhr: „Verdichtung und Versorgung – Wo finden Gärten und urbane Landwirtschaft Platz?“

Die Stadt ist auch ein Ort der Lebensmittelproduktion. Wird sie das weiterhin sein können? Wie umgehen mit den gegenläufigen Trends „mehr Gärtnern“ und „weniger Platz“?

Impulsgeber_innen: Franziskus Förster (AgrarAttac), Peter Krobath (Initiative Stadtfrucht Wien), Sarah Kumnick (SoliLa – Solidarisch landwirtschaften im Donaufeld) und Susanne Staller (Landschaftsplanungsbüro tilia)

  • Montag, 17. November 2014, 19:00 Uhr: Verdichtung und soziale Segregation – Wer lebt wo?

Für wen ist der Wohnort in einer Stadt wie wählbar? Fixe Verortung von Menschen in bestimmten Stadtteilen oder Wohnbauten? Vertikale Segregation in neuen Wohnbauten?

Imulsgeber_innen: Raimund Gutmann (wohnbund:consult), Bettina Köhler (Stadtforscherin), Irmtraud Voglmayr (Soziologin)

  • Montag, 1. Dezember 2014, 19:00 Uhr: Verdichtung und urbane Freiräume – Wo soll´s hingehen?

Freiräume als urbane Treffpunkte und für Bewegung und Sport? Wohnungsbezogene Freiräume für Subsistenz und Spiel? Straße als Lebensraum?

Impulsgeber_innen: Doris Damyanovic (Institut für Landschaftsplanung – Universität für Bodenkultur Wien), Daniel Glaser (Autor der Forschungsarbeit „Freie Räume“), Thomas Proksch (Büro Land in Sicht)

 

Veranstalter_in: Verein Wirbel – Institut für feministische Forschung und Praxis (www.wirbel-garten.at) – Konzeption, Organisation, Moderation